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Botox® oder Hyaluron – Was eignet sich besser für die Faltenbehandlung?

Dr. Katrin Fleischer – Ärztin bei Medicosmet, kosmetisches Institut in Frankfurt-Sachsenhausen
Dr. med. Katrin Fleischer
Fachärztin für Chirurgie und Inhaberin von Medicosmet in Frankfurt
Ärztin injiziert Botox oder Hyaluron zur Faltenbehandlung in die Stirn einer Frau

Dank der modernen ästhetischen Medizin muss sich niemand mehr mit Falten oder verschwommenen Konturen abfinden. Chirurgische Eingriffe wie Liftings lehnen jedoch viele ab. Im Fokus stehen deshalb immer wieder die Wirkstoffe Botulinumtoxin (Botox®) und Hyaluron. Beide sind aus der kosmetischen Faltenbehandlung nicht mehr wegzudenken, wirken aber auf sehr unterschiedliche Weise. Während Botox® entspannend auf Muskeln wirkt und Mimikfalten mildert, füllt Hyaluronsäure Volumen auf und glättet statische Falten.

Im Kosmetikinstitut Medicosmet in Frankfurt analysiert Frau Dr. med. Fleischer Ihre Mimik und Ihr Hautbild und empfiehlt Ihnen im Anschluss die für Ihre individuellen Bedürfnisse passende Behandlung. Vereinbaren Sie dazu am besten direkt online einen Termin. Bis dahin können Sie sich hier schon mal über die Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten von Botox® und Hyaluron informieren.

Botox®: Der Muskelentspanner und Faltenglätter

Botox® ist ein Markenname, der sich mittlerweile als Synonym für den Wirkstoff Botulinumtoxin in unserem täglichen Sprachgebrauch verankert hat. Dahinter verbirgt sich ein Protein (Eiweiß), das von Stämmen des natürlich vorkommenden Bakteriums Clostridium botulinum gebildet wird.

Botulinumtoxin entfaltet seine Wirkung, indem es die Übertragung von Nervensignalen blockiert, die Muskelbewegungen auslösen. Beim Nachdenken sendet das Gehirn zum Beispiel Nervenimpulse an die Stirnmuskeln, die für die typischen Denkerfalten sorgen. Botox® blockiert diese Signale vorübergehend, sodass sich die Muskulatur an der Stirn entspannt und sich störende Stirnfalten glätten.

Dadurch eignet sich Botulinumtoxin vor allem für dynamische Falten bzw. mimische Falten, die in unserem Gesicht durch mal mehr und mal weniger bewusste Bewegungen entstehen. In jungen Jahren, wenn unsere Haut noch elastisch ist, verschwinden diese Falten direkt nach der Bewegung wieder. Im Alter prägen sie sich jedoch tiefer ein. Nehmen Sie zum Vergleich ein Blatt Papier. Je öfter und fester sie dieses falten, desto mehr prägen sich Linien ein, bis sie irgendwann dauerhaft sichtbar bleiben.

Bei welchen Falten hilft Botox®?

Botox® wirkt in allen Gesichtsbereichen, in denen sich durch Muskelaktivität Falten bilden. Das ist vor allem im oberen Gesichtsdrittel der Fall. In unserem Kosmetikinstitut behandeln wir mit Botulinumtoxin:

  • Zornesfalte zwischen den Augenbrauen
  • horizontale Stirnfalten (Denkerfalten)
  • Krähenfüße rund um die Augen
  • Nasenfältchen (Bunny Lines)
  • Kinn- und Lippenfalten
  • Hals- und Dekolletéfalten

Neben klassischem Botox® setzen wir bei Medicosmet auch besonders reine Varianten des Wirkstoffs wie Bocouture® ein. Diese enthalten keine sogenannten Komplexproteine. Das senkt das Risiko für die Bildung von Antikörpern und beugt einer Wirkungsabschwächung bei Langzeitanwendung vor.

Wie läuft die Behandlung mit Botox® ab?

Bei der Faltenbehandlung mit Botox® dosiert Frau Dr. Fleischer den Wirkstoff passend zur Anwendung und injiziert ihn mit sehr feinen Nadeln in die jeweiligen Muskeln. Die Behandlung ist schmerzarm, auf Wunsch lässt sich der Behandlungsbereich aber zusätzlich mit einer Anästhesiecreme betäuben.

Die gesamte Behandlung dauert inklusive Vorgespräch nicht länger als 15 bis 30 Minuten und findet in unserem Kosmetikinstitut in Frankfurt ambulant statt. Die ersten Effekte auf das Erscheinungsbild zeigen sich nach fünf bis sechs Tagen. Bis zur vollen Wirkung können ein bis zwei Wochen vergehen.

Übrigens: Botulinumtoxin lässt sich auch zur Behandlung von übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrose), Zähneknirschen (Bruxismus) und chronischer Migräne einsetzen. Ob eine dieser Behandlungen für Sie infrage kommt, klärt Frau Dr. Fleischer am besten n einem persönlichen Gespräch mit Ihnen.

Hyaluron: Der Volumen- und Feuchtigkeitsspender

Die Wirkweise von Hyaluronsäure ist grundlegend anders als die von Botox®. Statt Muskeln zu entspannen, gleicht sie einen durch die Hautalterung verursachten Volumenverlust aus und führt so zu einer Glättung und optischen Hautverjüngung. Deshalb gehört sie auch zu den sogennanten Fillern.

Hyaluronsäure kommt natürlich in unserem Körper vor. Sie findet sich zum Beispiel in unserer Haut und unserem Bindegewebe. An diesen Stellen bindet sie viel Feuchtigkeit und verleiht der Haut so Volumen und Spannkraft. Mit den Jahren produziert unser Körper jedoch aber immer weniger Hyaluronsäure. Das macht sich unter anderem an eingefallenen Wangen oder insgesamt weicheren Konturen bemerkbar.

Bei welchen Falten hilft Hyaluron?

In erster Linie bei statischen Falten. Das sind Hautlinien, die durch den Verlust an Volumen und Elastizität entstehen. Im Gegensatz zu Mimikfalten sind sie auch dann sichtbar, wenn die Muskeln im Gesicht ganz entspannt sind. Typische Behandlungsbereiche für Hyaluronsäure sind:

  • Nasolabialfalten von der Nase zu den Mundwinkeln
  • Tränenrinnen
  • schmale Lippen (Lippenmodellage)
  • eingefallene Wangen
  • Kinnfalten

Wie läuft die Behandlung mit Hyaluron ab?

Die Behandlung unterscheidet sich im Prinzip kaum von der mit Botox®. Auch hier zieht Frau Dr. Fleischer den Wirkstoff (in der Regel biosynthetisch herstellte Hyaluronsäure) auf eine Spritze auf und injiziert sie im Anschluss mit feinen Nadeln in die Falten bzw. den vom Volumenverlust betroffenen Bereich.

Hyaluron entfaltet seine aufpolsternde Wirkung sofort. Unter der Haut beginnt das Gel direkt Wasser an sich zu binden und das Gewebe von innen heraus aufzupolstern. Ein erster Effekt ist unmittelbar nach der Behandlung sichtbar. In den Tagen danach verbessert sich das Ergebnis immer weiter.

Die Injektionen mit Hyaluronsäure sind durch die Nutzung sehr feiner Kanülen und die langjährige Expertise von Frau Dr. Fleischer sehr schmerzarm. Auf Wunsch ist es möglich, vorab eine betäubende Salbe aufzutragen. Dadurch spüren die meisten Patientinnen und Patienten nur noch einen leichten Druck.

Übrigens: Neben klassischem Hyaluron gibt es spezielle Skinbooster mit weniger stark vernetzter Hyaluronsäure. Sie zielen darauf ab, die Haut flächig zu hydratisieren, leichte Knitterfältchen abzumildern und die Elastizität durch Anregung der natürlichen Kollagenbildung zu verbessern.

Auf einen Blick: Unterschiede zwischen Botox® und Hyaluron

Botulinumtoxin (Botox®)Hyaluronsäure
Wirkungsweiseentspannt gezielt den Muskel, sodass sich die Haut darüber glättetfüllt Volumen unter der Haut auf und polstert die Hautlinien und Falten von innen auf
UrsprungProtein aus dem Bakterium Clostridium botulinum, stark verdünnt und gereinigtkörpereigener Stoff, der natürlich in der Haut, den Gelenken und im Bindegewebe vorkommt
Geeignet fürdynamische Falten, die durch mimische Bewegungen entstehenstatische Falten, die durch einen allmählichen Volumenverlust verursacht werden
Typische Zonenoberes Gesicht mit Stirnfalten, Zornesfalte und Krähenfüße, dazu Nasenfältchen (Bunny Lines) und unruhiges Kinnmittleres und unteres Gesicht mit Nasolabialfalte, eingefallene Wangen und schmale Lippen
Behandlungsdauerje nach Bereich nur wenige Minuten, inklusive Beratung ca. 15 bis 30 Minutenebenfalls nur wenige Minuten, abhängig vom Bereich, inklusive Vorgespräch 15 bis 30 Minuten
Wirkungseintritterste Effekte nach 2 bis 4 Tagen, endgültiges Ergebnis nach ca. 2 Wochensofort sichtbar, das Endergebnis zeigt sich nach dem Abklingen kleiner Schwellungen
Nebenwirkungenleichte Rötungen und kleine Quaddeln wie nach einem Mückenstichebenfalls leichte Rötungen und kleine Blutergüsse, sehr selten tastbare Knötchen
Reversibel?Nein, man muss warten, bis die Wirkung von selbst nachlässtja, das Ergebnis lässt sich jederzeit mit dem Enzym Hyaluronidase auflösen
Haltbarkeitetwa 3 bis 6 Monate, danach ist eine Auffrischung nötigje nach Präparat und behandeltem Areal etwa 6 bis 18 Monate
Abbau im Körpervollständig abbaubarvollständig abbaubar

Wann sich eine Kombination aus Botox® und Hyaluron lohnt

In vielen Fällen ist eine Kombination von Botox® und Hyaluron die beste Lösung, um effektiv gegen die Zeichen der Hautalterung anzugehen und eine frische Ausstrahlung zu erreichen. In unserem Institut machen wir uns die Eigenschaften beider Wirkstoffe zum Beispiel dann zunutze, wenn die Hautalterung schon etwas weiter fortgeschritten ist und Linien ohne aktive Muskelbewegungen bestehen bleiben.

Ein typischer Bereich ist die Zornesfalte. Mit Botox® sorgen wir zuerst für eine Entspannung des Muskels, der die Falte zusammenzieht. Danach wird die verbliebene Linie mit Hyaluronsäure aufgefüllt. Der positive Effekt zeigt sich schnell, wirkt sehr harmonisch und lässt sich mit einem Wirkstoff allein nicht erreichen.

Wo Botox® und Hyaluron an ihre Grenzen kommen

Botox® und Hyaluron sind sehr wirkungsvoll, haben aber auch klare Grenzen. Botulinumtoxin wirkt beispielsweise ausschließlich auf die Muskulatur. Gegen fahlen Teint oder trockene Haut kann der Wirkstoff nichts ausrichten. Auch normale Hyaluron-Filler haben kaum einen Effekt auf das Hautbild. Sie wirken lediglich aufpolsternd und geben der Haut Volumen zurück. Um gezielt die Hautqualität zu verbessern, sind andere Verfahren wie Skinbooster oder eine Mesotherapie die bessere Wahl.

Gleiches gilt bei sehr stark erschlaffter Haut wie ausgeprägten Hängebäckchen. Mit einem herkömmlichen Dermafiller lässt sich in solchen Fällen nur wenig ausrichten. Hier nutzen wir deutlich effektivere, biostimulierende Filler wie zum Beispiel Radiesse und Verfahrenen wie die Lipolyse. In sehr ausgeprägten Fällen hilft allerdings oft nur ein chirurgischer Eingriff wie ein Lifting.

Als Fachärztin für Chirurgie gibt Ihnen Frau Dr. Fleischer im Rahmen einer persönlichen Beratung eine ehrliche Einschätzung zu den Möglichkeiten, was sich in Ihrem Fall mit Botox® und Hyaluron erreichen lässt und was nicht. Vereinbaren Sie dazu gerne online oder telefonisch einen unverbindlichen Termin.

Häufig gestellte Fragen zu Botox® und Hyaluron

Welche Kosten entstehen bei einer Behandlung mit Botox® oder Hyaluron?

Das lässt sich nicht pauschal sagen, da die benötigte Wirkstoffmenge je nach behandelter Zone und Faltentiefe sehr unterschiedlich ausfällt. Einen genauen Preis nennt Ihnen Frau Dr. Fleischer nach einem persönlichen Beratungsgespräch mit Hautanalyse. Dafür berechnen wir einmalig 25 Euro, die bei der Inanspruchnahme einer Behandlung natürlich entfallen.

Sieht man nach Botox® oder Hyaluron noch natürlich aus?

Ja, wenn die beiden Wirkstoffe zurückhaltend dosiert und durch eine erfahrene Ärztin wie Frau Dr. Fleischer injiziert werden, bleibt Ihre natürliche Mimik enthalten und Sie wirken nach der Behandlung lediglich erfrischt. Ein eingefrorener oder maskenhafter Ausdruck ist das Ergebnis, wenn unerfahrene und unqualifizierte Behandler Botox- und/oder Hyaluron-Behandlungen anbieten.

Ist es möglich, Botox® und Hyaluron zu kombinieren?

Ja, bei vielen Faltentypen ist eine Kombination der beiden Wirkstoffe sogar sinnvoll. Ein typisches Beispiel sind Falten im oberen Gesichtsdrittel wie die Stirn- oder Zornesfalten. Mit Botox® entspannen wir hier zunächst die Muskulatur, mit Hyaluron füllen wir tief eingegrabene Falten auf.

Werden die Wirkstoffe vom Körper wieder abgebaut?

Ja, weder Botox® noch Hyaluron verbleiben dauerhaft im Gewebe. Botulinumtoxin verliert seine Wirkung erfahrungsgemäß nach etwa drei bis sechs Monaten. Während dieser Zeit blockiert das Neurotoxin die Übertragung von Nervensignalen. Sobald die Wirkung von Botox® nachlässt, nehmen die Nervenenden ihre normale Funktion wieder auf und der Muskel bewegt sich wie zuvor. Hyaluronsäure baut der Körper über einen Zeitraum von etwa sechs bis 18 Monaten wieder ab. In einigen Zonen (z. B. Lippen), die sich stark bewegen, geht das schneller. In anderen, ruhigen Regionen (z. B. Wangen) dauert es etwas länger.